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Au revoir!

Es gibt nichts, was mich hält, au revoir!
Vergesst, wer ich war, vergesst meinen Nam’n.
Es wird nie mehr sein, wie es war.
Ich bin weg, au revoir!

Es ist schon unheimlich: Ich drehe auf der Heimfahrt das Radio auf. Und da singen Mark Forster oder Sido oder beide gemeinsam (so genau weiß man das nicht) Au revoir. Als ob sie mich seit Stunden beobachtet, meine Gefühle gescannt und mir dann dieses Lied auf den Leib geschrieben hätten. Krass. Und so cruise ich ein letztes Mal laut mitgrölend über die Hanauer Landstraße/ A661/ A3/ A5/ B42/ L3094 nach Hause: Es gibt nichts, was mich hält, au revoir!

Hä? Moment mal! Du hast doch grade vor fünf Monaten da angefangen? Den coolen neuen Job! Als Pressetante! Was’n jetzt?! Ham die Dich gekündigt?!Jep.

Hä? Und von was lebst Du jetzt?- Ähm. Von Luft und Liebe.

Und Deine Karriere? Bist Du Dir wirklich sicher? Mann, einfach
alles hinschmeißen!
Lass mich überlegen….jep.

De Hasen! Was sagt De Hasen dazu?Ganz ehrlich: Es war De
Hasens Idee. Und ich bin ihm verdammt dankbar dafür.

Aber warum?! - Better to write for yourself and have no public, than to write for the public and have no self.

Das versteh’ ich nicht!Lies einfach dies hier. Und das.

Manchmal ist es Zeit, einen Schnitt zu machen. Nicht, weil man depressiv ist oder bandscheibengeschädigt oder faul oder reich. Nein. Weil das Leben, wie es sich die vergangenen Jahre entwickelt hat, nicht mehr passt. Weil es zwickt und kratzt und wundreibt  und einem die Luft abschnürt.

Dann hat man die Wahl: sich weiterquälen. Oder die alte Haut abstreifen. Um dann vor dem Spiegel zu stehen und festzustellen: Ich kann mir wieder in die Augen schauen.

So unheimlich einfach ist das. Und so unheimlich schwer.

Es hat lange gebraucht, bis ich mich dazu durchgerungen habe, meine Kleider abzulegen. Ich danke von Herzen De Hasen und meinem Prof. Nicht, weil sie mich dazu überredet hätten. Sondern weil sie mir Mut machten, herauszufinden, wer ich bin. Und ich danke Anna, dass sie mir die Chance dazu gab.

Wie geht’s denn jetzt weiter? Was machst Du denn jetzt bloß?
- Tja. Lasst Euch überraschen!

Ich spring in Singapur in das kalte Wasser
Ich such das Weite und dann tank ich neue Kraft da
Ich seh Orte, von den’ andere nie hörten
Ich fühl mich wie Humboldt oder Steve Irwin
Ich setz mich im Dschungel auf den Maya-Thron
Auf den Spuren von Messner, Indiana Jones
Der Phönix macht jetzt ‘n Abflug
Au revoir, meine Freunde, macht’s gut
Ich sag dem alten Leben Tschüss, Affe tot, Klappe zu.

Songtext: Au Revoir von Mark Forster

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