Schlagwort-Archiv: Gefühl

Urlaub

Spurenleser

Es ist soweit: Die Bloghütte macht Urlaub! Wir packen unsere
sieben Sachen und schlagen für zwei Wochen unsere Zelte am Meer auf. Wellenwandern, Muschelnkuscheln, Sandstreicheln.

Apropos Sand: Kennt Ihr noch dieses Gefühl unter den Füßen? Der weiche, warme Strand, der bei jedem Schritt weicht, sich zwischen die Zehen schmuggelt auf dem Weg in die Wellen? Dann der kühle Schlick, Stehen auf der Stelle – zwei, drei, vier – bevor Ihr eintaucht, kühl und samten? Und wenn Euch die Küste dann mit einem dicken Schmatzer wieder freigibt und Ihr weiterzieht, bleiben sie, die

Spuren im Sand

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.

Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigenen und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen vorüUrlaub2bergezogen war,
b
lickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.
Besorgt fragt
e ich den Herrn:
“Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?”

Da antwortete er: “Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen.”

Ich wünsche Euch eine wunderbare Sommerzeit. Und die Gewissheit, dass Ihr nie alleine geht – an welchem Strand auch immer.

PS an alle Einbrecher: Unsere Lieblingsnachbarn sitten rund um die Uhr unsere Hütte, und unsere Kotzekatze mag am liebsten Frischfleisch.
Übrigens auch rund um die Uhr.

Spuren im Sand,  ©1964 Margaret Fishback Powers

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Au revoir!

Es gibt nichts, was mich hält, au revoir!
Vergesst, wer ich war, vergesst meinen Nam’n.
Es wird nie mehr sein, wie es war.
Ich bin weg, au revoir!

Es ist schon unheimlich: Ich drehe auf der Heimfahrt das Radio auf. Und da singen Mark Forster oder Sido oder beide gemeinsam (so genau weiß man das nicht) Au revoir. Als ob sie mich seit Stunden beobachtet, meine Gefühle gescannt und mir dann dieses Lied auf den Leib geschrieben hätten. Krass. Und so cruise ich ein letztes Mal laut mitgrölend über die Hanauer Landstraße/ A661/ A3/ A5/ B42/ L3094 nach Hause: Es gibt nichts, was mich hält, au revoir!

Hä? Moment mal! Du hast doch grade vor fünf Monaten da angefangen? Den coolen neuen Job! Als Pressetante! Was’n jetzt?! Ham die Dich gekündigt?!Jep.

Hä? Und von was lebst Du jetzt?- Ähm. Von Luft und Liebe.

Und Deine Karriere? Bist Du Dir wirklich sicher? Mann, einfach
alles hinschmeißen!
Lass mich überlegen….jep.

De Hasen! Was sagt De Hasen dazu?Ganz ehrlich: Es war De
Hasens Idee. Und ich bin ihm verdammt dankbar dafür.

Aber warum?! - Better to write for yourself and have no public, than to write for the public and have no self.

Das versteh’ ich nicht!Lies einfach dies hier. Und das.

Manchmal ist es Zeit, einen Schnitt zu machen. Nicht, weil man depressiv ist oder bandscheibengeschädigt oder faul oder reich. Nein. Weil das Leben, wie es sich die vergangenen Jahre entwickelt hat, nicht mehr passt. Weil es zwickt und kratzt und wundreibt  und einem die Luft abschnürt.

Dann hat man die Wahl: sich weiterquälen. Oder die alte Haut abstreifen. Um dann vor dem Spiegel zu stehen und festzustellen: Ich kann mir wieder in die Augen schauen.

So unheimlich einfach ist das. Und so unheimlich schwer.

Es hat lange gebraucht, bis ich mich dazu durchgerungen habe, meine Kleider abzulegen. Ich danke von Herzen De Hasen und meinem Prof. Nicht, weil sie mich dazu überredet hätten. Sondern weil sie mir Mut machten, herauszufinden, wer ich bin. Und ich danke Anna, dass sie mir die Chance dazu gab.

Wie geht’s denn jetzt weiter? Was machst Du denn jetzt bloß?
- Tja. Lasst Euch überraschen!

Ich spring in Singapur in das kalte Wasser
Ich such das Weite und dann tank ich neue Kraft da
Ich seh Orte, von den’ andere nie hörten
Ich fühl mich wie Humboldt oder Steve Irwin
Ich setz mich im Dschungel auf den Maya-Thron
Auf den Spuren von Messner, Indiana Jones
Der Phönix macht jetzt ‘n Abflug
Au revoir, meine Freunde, macht’s gut
Ich sag dem alten Leben Tschüss, Affe tot, Klappe zu.

Songtext: Au Revoir von Mark Forster

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Die Bloghütte bei FB

Die Bloghütte hat jetzt einen Zweitwohnsitz bei Facebook.

Warum? Weil so noch mehr Leute ihre Eingangstüre finden. Und
damit der Bereich Depression seinen eigenen Raum dort hat.

Keine Angst, hier gibt es künftig ebenfalls alle Beiträge zu lesen.

Ob nun hier oder dort – Ihr seid immer herzlich willkommen!

 

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Don’t hide your emotions!

“Tempting as it might be, don’t hide your real emotions. After all that is what a blog is about. If you want, you can stay anonymous and voice your feelings on whatever you are passionate about. You might have strong views on various subjects but let your readers know your passion. What is passion worth if you can’t even share it? You’ll actually love the discussions it can lead to. The discussions will broaden your own thinking and you might end up making some really good friends.”

Das ist ein Zitat aus den WordPress-Guidelines. Ich finde, nichts passt besser, um den Sinn von bloghuette.info zu beschreiben. Hier geht es um sensible Themen, um emotionale, sehr private. Einige
Leser werden interessiert reagieren, andere vielleicht verstört.

Natürlich hatte ich deswegen überlegt, bestimmte Bereiche mit   Passwörtern zu schützen, den Eintritt in diese Welt nur per Login zu gewähren. Doch wen würde ich damit aussperren? Wer würde vor der Tür bleiben, zu ängstlich, anzuklopfen oder gar die Klinke in die Hand zu nehmen?

Aus diesem Grund sind hier alle Texte, alle Gedanken, alle Emotionen frei zugänglich. Sehr gerne könnt Ihr sie kommentieren, darüber diskutieren, mir Eure Erfahrungen schreiben oder einfach nur, wie es Euch heute geht. Ihr könnt dazu völlig anonym bleiben. Teilt diese Seite mit Freunden, damit sie wissen, dass sie nicht alleine sind. Ich freue mich über jedes Feedback, jeden Austausch, egal welcher Art.

Ich vertraue Euch.

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