Schlagwort-Archiv: Überraschung

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Geschafft

Ich – wir – haben es geschafft! Das Bild oben zeigt uns um Mitternacht bei unserer Feier, Frisuren und Outfits völlig aufgelöst – und wir beide überglücklich.

Zu diesem Zeitpunkt liegen 16 Stunden voller Aufregung im Fokus dutzender Menschen hinter mir. Und ich bin mächtig stolz, dass es trotz allem so ein wunderbarer Tag war und ich all meine Sorgen vergessen konnte. Mein Aussehen, was die Leute von mir denken… alles war mit einem Mal so egal. Und alle, wirklich alle Gäste waren zauberhaft und sagten uns immer wieder, wie schön wir selbst und unser Fest sei.

Der allerschönste Moment für mich war, als DeHasen mir den Ring an den Finger steckte. Ich musste so weinen in diesem Augenblick. Denn ich war so DSC04781erleichtert…mit einem Mal war ich eine Ehefrau, wir eine richtige Familie – sogar auf dem Papier – das Leben als alleinerziehende, sorgenbeladene, depressive Mutter ist endgültig vorbei.

Natürlich, ich weiß: Die Depression wird mich weiter begleiten, ein Leben lang. Aber es ist so unendlich leichter, wenn da jemand ist, der das mitträgt, wenn da etwas ist, das mich mitträgt: absolutes Vertrauen, eine Familie und eine große innige Liebe.

Nun sind wir zwei Tage verheiratet, sitzen im sonnigen Garten unserer Bloghütte, haben Besuch aus aller Welt – und noch immer ist es wunderbar. Ich bin sehr glücklich, dass ich mich getraut habe.

“Ach, Schatz”, sagt DeHasen gerade und verdrückt eine Träne, “wir haben so ein schönes Leben”.

Ja, das haben wir.

Passt auf Euch auf!


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Heile, heile Herzchen

Eigentlich wollte ich Euch heute etwas ganz Bestimmtes erzählen. Aber dann ist etwas ganz anderes passiert: Unvermittelt und wie aus dem Nichts nahm mich eine Person in den Arm und sagte mir tausend zauberhafte Dinge. Wie toll und stark ich sei, wie schön, welch gute Mutter. Dass sie jeden einzelnen meiner Blogbeiträge gelesen und sich sehr um mich gesorgt hätte. Und diese Person war nicht DeHasen (der mir das auch jeden Tag sagt, aber der ist ja parteiisch…), sondern jemand, denn ich nur ab und an treffe.

Ich will das hier nicht alles detailliert aufschreiben. Aber während diese Person mich an der Hand hielt, kam sie mir vor wie ein Engel, der da vor mir stand. Der mit jedem Wort, das er sprach, mein Herz ein Stück heIMG_1487 Kopieilen lies. Es kam mir vor, als spräche sie all die Dinge aus, auf die ich jahrelang umsonst gehofft hatte, die meiner Mutter nie über die Lippen gekommen waren. In meinem Innern wurde es warm, es begann zu leuchten, und dieses Leuchten halte ich seither ganz, ganz fest. Es ist klein und fein – und es ist mein.

Kitschig, ich weiß. Aber in diesem Moment habe ich erfahren, wie wichtig es ist, anderen Leuten zu sagen, wie fabelhaft und schön sie sind. Von Angesicht zu Angesicht. Gerade, wenn es ihnen nicht gut geht. Ohne Wenn und Aber. Sie in den Arm zu nehmen, zu akzeptieren wie sie sind. Sie vertrauen zu lassen, dass man verlässlich für sie da ist. Wie einfach es ist, Herzen heilwerden zu lassen!

Immer, wenn Du meinst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Das war also damit gemeint.

Danke. Von Herzen.


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Briefe

Kreischalarm

Wenn wir etwas Spezielles ausdrücken wollen – tiefes Glück, große Empörung oder die schlichte Erkenntnis, dass heute Nacht mal wieder die Kotzekatze zugeschlagen hat – ist es für meine Freundinnen und mich Zeit, schreiend im Kreis zu rennen. Und/oder Prilblümchen zu werfen (ich hab’ Euch lieb!). Das passiert alle paar Wochen, und dann is’ wieder gut.

Aber seit Tagen ist nichts mehr gut. Genauer gesagt, seit dem einunddreißigsten Juli. Da veröffentlichte de Hasen nämlich das:

Briefe3

Am 4. August ging’s los. Jeden Morgen ziert nun eine der regenbogenbunten Kärtchen meinen Frühstücksteller. Darin stehen kryptische Sätze wie: “Ich freue mich, mit Dir in einem Straßencafé unter Bäumen zu sitzen.” Oder die Wettervorhersage eines streng geheimen My-lips-are-sealed-Reiseziels (na, erkennt Ihr die Stadt?):

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Ich weiß nur seit Monaten, dass ich mir von morgen an das Wochenende frei nehmen soll. Dass ich mich bequem anziehen kann (“außer Freitagabend, da trage ich Anzug”….*kreisch!!!*). Dass wir bummeln und flanieren, aber nur so viel, wie meine Bandscheibe hergibt. Und seit heute Morgen weiß ich das…

Briefe4

Ich geh dann mal ‘ne Runde weiterkreischen.
AAAAAAAAAAAAAAARRRRRRGGGGHHHHHHHHHH!

PS: Liebe Spanner, Stalker und selbsternannte Superdiebe. Unser Haus wird in dieser Zeit gesittet. Und zwar nicht nur von unserer Wachkatze, die schon einiges auf dem Gewissen hat. Also vergesst es. Lieben Gruß, die Bloghüttler.

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