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Is there anybody…

… out there – help me sing my song?

Ihr Lieben,

weil ich vermisst werde (danke, dass Ihr an mich denkt❤️), kurz ein kleines Zeichen: Das Leben fährt gerade Achterbahn mit mir. Ich bin wieder mal gekündigt worden – eine Stelle, die ich angenommen hatte, um jemanden aus der Patsche zu helfen. Der Mausebär ist in die Schule gekommen und steht jetzt jeden Tag mittags um eins auf der Matte. DeHasn war wieder unterwegs in der Welt und ich allein zu Haus (oder auf dem Arbeitsamt oder beim Arzt oder in der Physiotherapie oder beim Salzteigbacken…)

Ich hab mir den Außenspiegel abgefahren und kämpfe gerade mit der Versicherung, die erst sagte, sie übernehme de12189792_970877066291487_8947825813354643387_nn Schaden und jetzt nichts mehr davon wissen will. Und wenn ich schon dabei bin, schreibe ich dem Pressesprecher der GEZ böse Briefe, weil die sich meine Daten vom Einwohnermeldeamt gemopst haben, aber nicht raffen, dass ich seit drei Jahren nicht mehr alleine wohne und nun verheiratet bin *AAAAARGH*
Der ganz normale Wahnsinn eben, Ihr kennt das.

Ich überstehe Elternabende und Familienfeiern und Bewerbungsgespräche und übe mich in Großmut und Vergebung.  Zwischendurch ploppt die Vergangenheit auf und reißt mich in Fressstrudel, wobei diese nicht mehr so tief sind wie früher. Bei all dem versuche ich, nicht abzurutschen. Ich bin vorgestern 40 geworden und hadere damit, dass die Hälfte meines Lebens vorbei ist, und diese Hälfte ziemlich bescheiden war.

Auf der anderen Seite fühle ich mich so aufgehoben wie nie. Unsere kleine Familie und meine Freunde geben mir viel Kraft und stehen kompromisslos hinter mir. Meine Näherei entwickelt sich weiter… 12046925_752852831487680_4146317145651418258_nund wird bald etwas sein, was mich hauptberuflich beschäftigt. Ein großer psychosomatischer Klinikverband hat meinen Blog entdeckt und mir eine Kooperation angeboten (ich denke noch drüber nach).  Ich bin gerade völlig im Umbruch, und hoffe nur, dass die Depression nicht wieder zuschlägt.

Ich möchte noch so viel schaffen! Ich will meine Selbstständigkeit – in jedweder Hinsicht.

Jetzt sind gerade wieder Ferien, in denen der Mausebär bespaßt  werden will und ich trotz Kündigung brav ins Büro marschiere, um niemanden hängen zu lassen. Sobald ich eine ruhige Minute habe, melde ich mich ausführlich.

Bei Euch hoffentlich alles gut?

Alles Liebe, Patricia


Header: Pixar, Inside out
Foto oben: Meine Geburtstagskarte vom Hasn und meiner Familie. I love you!
Foto unten: Mein Werk.

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Du bist da, um…

… Tja. Warum bin ich eigentlich da? Bei all dem Mist, der mir im Leben begegnet, all den Kämpfen, all den Hoffnungslosigkeiten – warum bin ich dann noch da? Bildschirmfoto 2015-04-25 um 08.51.16

Der Mausebär und ich haben einen Lieblingsfilm. Den haben wir schon so oft geschaut, dass wir ihn mitsprechen können.

Und dennoch: Jedesmal, wenn wir ihn wieder sehen, bezaubert und fasziniert er uns gleichermaßen. Denn er hat Antworten auf Bildschirmfoto 2015-04-25 um 08.51.27Fragen, die wir uns jeden Tag aufs Neue stellen. Nehmt Euch Zeit und schaut ihn in Ruhe an. Ihr findet ihn hier.

Und noch etwas möchte ich Euch sagen: Ich schreibe in der letzten Zeit nicht. Wie Ihr wisst, steht uns in zwei Wochen ein großes Fest in die Bloghütte. Mir gehen tausend Gedanken im Kopf herum, und ich formuliere tausend Geschichten. Allein die Zeit fehlt mir, alles aufzuschreiben. Und Zeit braucht es, Geschichten auf Papier – oder in die Tastatur – fließen zu lassen.

Aber glaubt mir, ich bin jeden Tag bei Euch. Nicht nur, weil mir ständig Dinge begegnen, die ich Euch Bildschirmfoto 2015-04-25 um 08.47.21am liebsten mitteilen würde. Sondern auch, weil Euch Dinge begegnen, die Euch beschäftigen, worüber ich mir wiederum Gedanken mache.

Ich bin mit Euch connected, die ganze Zeit, überall.

Passt auf Euch auf.


Film: Die große Frage. Copyright WDR 2014

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Hast Du sie noch alle?

Äh… HÄÄÄ?

Ja, natürlich, warte mal: zehn Finger, zehn Zehen, eine Zunge, zwei Augen…

Ne. Jetzt mal im Ernst.
Ab und an fragen mich Leute, warum ich denn SOWAS mache.
Und ich höre genau, dass SOWAS eigentlich meint:
“Hast-Du-sie-noch-alle-wie-kann-man-nur-so-ein-Video-von-sich-online-stellen-und-so-viel-von-sich-preisgeben-und-sich-so-zum-Affen-machen-und-sich-so-zur-Schau-stellen-und-überhaupt-Folie1OH-MEIN-GOTT-ich-muss-mir-an-den-Kopf-fassen-und-mich-ganz-schnell-ganz-viel-FREMDSCHÄMEN!!”

In so einem Fall ziehe ich gerne meine linke Suspekt-Augenbraue hoch und frage zurück: “Hast Du eigentlich meinen Blog gelesen?”

“Hm-ja-naja-njein-nein-kleinlautes-Gebrummel-und-ich wechsel-lieber-schnell-mal-das-Thema.”

Na gut. Hier also noch mal der Grund, warum ich DAS genau NICHT tue: Um…
… mein Gesicht in die Kamera zu halten, damit jeder sieht, wie wunderhübsch ich bin und von Heidi Klum entdeckt zu werden
… via Youtube dank meiner grandiosen Stimme 978 Millionen Likes zu sammeln, ohne Umweg über DSDS meine erste Single zu veröffentlichen und demnächst im Duett mit Samu Haber zu brillieren (obwohl….)
… mich bloßzustellen (wer sich fremdschämt, ist selbst schuld)

Und hier noch mal der Grund, warum ich genau DAS tue:
… weil mir einfach danach ist
… weil es mir persönlich hilft und guttut
… weil es ganz vielen anderen Menschen hilft und guttut
… weil viele, die mich lesen, sehen und hören, sich nicht mehr alleine mit ihren Problemen auf der Welt fühlen
… weil ich mit meinen Worten immer wieder anderen helfen kann, sich auf den Weg zu sich selbst zu machen

Dieser Blog ist kein Wallfahrtstempel mit Beweihräucherungsschrein. Er diente ursprünglich allein meinem Selbstzweck. Mittlerweile habe ich durch ihn und meine Texte so viele liebe Menschen kennen gelernt, die sich nun auch trauen, offen und ehrlich ins Leben zu treten und sich nicht länger aus Angst vor einer konfektionierten Gesellschaft verstecken. Das macht mich glücklich und berührt mich sehr.

Deswegen: Ja, ich habe sie noch alle – mich selbst, meine Familie und ganz, ganz viele neue, tolle Freunde.

Und jetzt noch mal alle im Chor: Mimimimimimi!

Schön. Sehr schön.
ich geh dann mal an meinen nächsten Blogbeitrag.

BOOOOOOOO!

… meanwhile do this (click to enlarge):

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Quelle Beaker-Foto: http://1ms.net/s/pichost.me

 

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Ooops, I did it again!

Hallooo? Was hast’n Du da bei Deinem Facebook-Account gemacht? Den Arbeitgeber aktualisiert? Du fängst wieder einen Job an? Bei einer Agentur?! Willst Du uns VERÄPPELN?!?

Ähm. Nein. Die ham da nur PCs.

Spässle gemacht (der hat länger gedauert, gell? ;-)).

Ja. Richtig. Am Montag starte ich meinen neuen Job. Bei einer Agentur. Als Pressetante. Warum das trotzdem kein Widerspruch in sich ist, erzähle ich Euch hier.

Mitte Oktober. Mein Telefon klingelt. Das ist an sich nichts ungewöhnliches so zwischendurch. Aber diesmal zeigt das Display eine Frankfurter Vorwahl. Oh, no. Business calling. Kurz darauf Entwarnung: ist nur meine alte, liebe Kollegin, mit der ich lange zusammengearbeitet hatte. Beim Bauriesen, der sich von einem Ex-Ministerpräsidenten an die Wand fahren ließ, welcher dann als Ex-Vorstandsvorsitzende das sinkende Schiff verließ. Haha. Aber das ist eine andere Geschichte und soll…

„Na“, fragt meine alte Kollegin. „Wie gehIMG_1104t’s Dir denn so?“ – „Perfekt!“, strahle ich. „So viel Zeit, so viele Ideen, so viel Kreativität auf einmal! Endlich trage ich die Stiefel, die mir passen! Ich schreibe, ich nähe, ich reite, ich unterrichte, ich….“
„Du“, unterbricht sie meinen Flow. „Die Frau X. sucht dringend jemanden für ihre Agentur. Hast Du nicht Lust?“

Wunder. Widerstand. Würgereiz.

„Ähm. Ne, Du, eigentlich ist alles gut so grade wie es ist.“
„Ach, meld’ Dich doch mal da, ist doch ’ne ganz Nette!“

Ja, ich weiß. Witzigerweise kenne ich Frau X. seit rund 15 Jahren. Erst liefen wir uns ständig im ZDF übern Weg und dann bei besagtem Bauriesen. Also gut. Ich will nicht unhöflich sein und schicke Frau X. eine Mail. Die hat sich gewaschen. Sie verlinkt in der ersten Zeile sofort auf meinen Blog und bringt deutlichst zum Ausdruck worauf ich so gar keinen Bock habe. Wollen wir doch mal sehen!

Die Antwort kommt stanteIMG_1105 pede und lässt mich die Augen reiben: „Cool“, schreibt Frau X., „wann kommen Sie vorbei?“

Okay. Die krieg’ ich noch! Wir verabreden uns auf einen Kaffee. Auch noch dort, wo mich mein letzter Flashback hinführte: in Mainz. Am Morgen schlüpfe ich in meine zerrissenen Jeans, meine Biker-Boots, verhänge mich mit einem Palästinensertuch und komme mir vor wie Günter Wallraff undercover. Wenn DAS niemanden abschreckt!

Auf der Fahrt in die altbekannte City die erste Überraschung: Es tut ja gar nicht mehr weh? Ich stelle mein Auto auf den Kupferbergterrassen ab und trete aus dem Parkhaus. Die Stadt liegt mir zu Füßen. Jeder einzelne Weg, den ich vor Jahren beschritten habe. Mich übermannt Zärtlichkeit (na, heute schon Euren Gefühlen nachgespürt?). Moi goldisch Meenz.

Da ist die Agentur. Da ist der KlinIMG_1106gelknopf.
Die Tür öffnet sich. Heraus schaut eine junge Frau. Sie trägt: zerrissene Jeans, Biker-Boots und ein Karohemd.

Ich trete ein und werde umfangen von Wärme und Herzlichkeit. Ein Lachen liegt in der Luft – und Kaffeeduft. Frau X. bittet mich auf die Couch, ganz ohne Psychospielchen, und wir reden. Und reden. Und reden. Was sie so macht, was ich so mache, was ich garantiert nie wieder machen werde. Über spannende Projekte und meine Aufgabe – zu schreiben, über die Geschichte hinter der Geschichte (Gruß an Großmeister Guido*). Wegen Personalnotstands braucht sie dringend jemanden, der das übernimmt.

„Warum“, frage ich, „nehmen Sie keinen von den vielen freien Journalisten, die da draußen rumlaufen?“
„Weil“, antwortet sie, „keiner so gut schreiben kann.“

Ich schlucke. Und sage dann: „IMG_1107Na gut. Aber nur 15 Stunden die Woche. Flexible Einteilung. Homeoffice. Keine Events. Keine Hosenanzüge. Keine Meetings. Und Schreiben frei Schnauze.“
Sie schluckt. Und sagt dann: „Einverstanden.“

Der Kreis schließt sich. Nach Jahren habe ich wieder meinen Beruf gefunden. Meine Berufung. Und bleibe mir dabei selbst treu. Keine Kompromisse. Keine Baustellen. Und genug Zeit, trotz eines Jobs weiterhin all das zu pflegen, was ich gerade entdeckt habe und nie wieder aufgeben möchte: Meine Familie. Meine Trainerausbildung. Meine Nähleidenschaft („Boah, Mama, sind die Kleider UNCOOL!“). Meinen Blog. Und mein Leben.

Bonjour, ma vie!

An dieser Stelle liebe Grüße an meinen Prof, der in der letzten Sitzung augenbrauenzuckend den roten Faden in meinem gegenwärtigen Leben anmahnte. Voilà, Monsieur. Hier ist er.

Danke, DeHasen, dass Du mir das alles ermöglichst. Dass Du mir die Freiheit gibst, mich selbst zu finden, die so viel Energien in mir freisetzt. Danke für Deine Weisheit, Deine Fürsorge und für Deine Liebe.

*Guido Knopp, eheamilger Chef der Redaktion Zeitgeschichte im  ZDF, der in seiner Sendung “History” immer die Geschichte hinter der Geschichte suchte.

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Nur so’n Gefühl

Alles supi. Oder alles scheiße. Was anderes kenne ich nicht. Jedes Mal, wenn mein Prof mich sieht, fragt er zuerst, wie es mir geht. Und meine Antwort lautet top. Oder hopp. Ich kann es einfach nicht – sagen, wie ich mich fühle. Als Wortjongleur kenne ich natürlich hunderte Begriffe. Doch was meinen sie? Und wen?

Gerade läuft ein neues Forschungsprojekt am ZI. Erstes Ergebnis: Depressive können ihren Gemütszustand nicht in Worte fassen. Ach. Wenn ich an meine tiefsten Tiefs denke, war da nix, vor allem keine Gefühle. Null. Nothing. Niente. Wie das schwarze Nichts aus Michaels Ende unendlicher Geschichte. Und selbst, wenn es mir gut geht, sagen mir all die tollen Termini kaum etwas. Ich muss lange überlegen, bis ich mir ungefähr vorstellen kann, was sie bedeuten.

Aber mal ehrlich. Wer von Euch kann, egal ob depressiv oder nicht, genau sagen, wie es ihm gerade geht? Na, eben.

„Sobald sich Gefühle in festen Begriffen ausdrücken lassen, hat ihre Stunde geschlagen.“*

Deswegen für Euch und für mich die Übung der Woche. Unten seht Ihr eine Liste mit Gefühlen, positive, negative, nicht immer eindeutige. Schaut mindestens einmal am Tag drauf und spürt nach, was gerade in Euch ist. Nur so ein Gefühl. Auch, wenn es Euch unheimlich ist. Auch, wenn es Euch ärgert. Auch, wenn Ihr es am liebsten verschweigen würdet. Und vor allem tut es, wenn Euch mal wieder jemand fragt, wie es Euch so geht. Ich fühle mit Euch!

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* Paul Valéry (1871-1945, franz. Lyriker und Philosoph)

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Wir Waschweiber…

…würden weiße Wäsche waschen – und zwar sehr gerne nur eben diese, denn dann wären wir nach zwei Maschinen durch!

Wir sind wieder zuhause. Und während De Hasen in seinem Büro 8669436 Mails abarbeitet, der Mausebär wieder die Kita aufmischt und ich an meinem neuen Projekt und den alten Bandscheiben feile, schleudere ich mit Wäschekörben um mich. Aus diesem Grund gibt es noch keinen neuen, wirklich tiefgründigen Beitrag hier in der
Bloghütte – außer der Erkenntnis, dass rosa Stoffballerinas NICHT in die helle Kochwäsche gehören *räusper*

NiniIch bin froh, wieder zuhause zu sein und mich um meinen – sprichwörtlich – eigenen Dreck kümmern zu können! In der Zwischenzeit habe ich viele Nachrichten und Briefe von Euch erhalten. Ich freue mich über jedes einzelne Wort, weil es mir zeigt, dass mein Blog einen Sinn macht. Bei vielem, was Ihr schreibt, muss ich schlucken, ich fühle mit Euch…

…mit dem Mädchen, das sich ritzt, weil es die Welt nicht mehr erträgt.
…mit der jungen Frau, die nur noch schwarz sieht und deren Freund sich deswegen große Sorgen macht.
…mit der Mittvierzigerin, die wie ich gegen eine soziale Phobie kämpft und trotzdem jeden Tag tapfer ins Büro geht.
…mit der älteren Dame, deren Mann sich in die Alkoholsucht geflüchtet hatte, weil er nicht der war, der er sein sollte.

Euch allen danke ich für Euer Vertrauen! Ich habe Euch versprochen, ich schreibe Euch dazu und mache Euer Thema – natürlich anonym – zu meinem Thema, um Euch und anderen zu helfen. Ich bin weiß Gott kein Therapeut, aber durch meine Krankheits-Karriere kenne ich die eine oder andere Person oder Information, die Euch vielleicht wieder ein Stück weiterbringt auf Eurem Weg ins Leben zurück.

Gleich morgen geht es los…wenn ich den rosa Farbstich wieder aus der weißen Wäsche gewienert habe.

Header: Jean Siméon Chardin, Die Wäscherin (um 1735, Rechte gemeinfrei)

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Au revoir!

Es gibt nichts, was mich hält, au revoir!
Vergesst, wer ich war, vergesst meinen Nam’n.
Es wird nie mehr sein, wie es war.
Ich bin weg, au revoir!

Es ist schon unheimlich: Ich drehe auf der Heimfahrt das Radio auf. Und da singen Mark Forster oder Sido oder beide gemeinsam (so genau weiß man das nicht) Au revoir. Als ob sie mich seit Stunden beobachtet, meine Gefühle gescannt und mir dann dieses Lied auf den Leib geschrieben hätten. Krass. Und so cruise ich ein letztes Mal laut mitgrölend über die Hanauer Landstraße/ A661/ A3/ A5/ B42/ L3094 nach Hause: Es gibt nichts, was mich hält, au revoir!

Hä? Moment mal! Du hast doch grade vor fünf Monaten da angefangen? Den coolen neuen Job! Als Pressetante! Was’n jetzt?! Ham die Dich gekündigt?!Jep.

Hä? Und von was lebst Du jetzt?- Ähm. Von Luft und Liebe.

Und Deine Karriere? Bist Du Dir wirklich sicher? Mann, einfach
alles hinschmeißen!
Lass mich überlegen….jep.

De Hasen! Was sagt De Hasen dazu?Ganz ehrlich: Es war De
Hasens Idee. Und ich bin ihm verdammt dankbar dafür.

Aber warum?! - Better to write for yourself and have no public, than to write for the public and have no self.

Das versteh’ ich nicht!Lies einfach dies hier. Und das.

Manchmal ist es Zeit, einen Schnitt zu machen. Nicht, weil man depressiv ist oder bandscheibengeschädigt oder faul oder reich. Nein. Weil das Leben, wie es sich die vergangenen Jahre entwickelt hat, nicht mehr passt. Weil es zwickt und kratzt und wundreibt  und einem die Luft abschnürt.

Dann hat man die Wahl: sich weiterquälen. Oder die alte Haut abstreifen. Um dann vor dem Spiegel zu stehen und festzustellen: Ich kann mir wieder in die Augen schauen.

So unheimlich einfach ist das. Und so unheimlich schwer.

Es hat lange gebraucht, bis ich mich dazu durchgerungen habe, meine Kleider abzulegen. Ich danke von Herzen De Hasen und meinem Prof. Nicht, weil sie mich dazu überredet hätten. Sondern weil sie mir Mut machten, herauszufinden, wer ich bin. Und ich danke Anna, dass sie mir die Chance dazu gab.

Wie geht’s denn jetzt weiter? Was machst Du denn jetzt bloß?
- Tja. Lasst Euch überraschen!

Ich spring in Singapur in das kalte Wasser
Ich such das Weite und dann tank ich neue Kraft da
Ich seh Orte, von den’ andere nie hörten
Ich fühl mich wie Humboldt oder Steve Irwin
Ich setz mich im Dschungel auf den Maya-Thron
Auf den Spuren von Messner, Indiana Jones
Der Phönix macht jetzt ‘n Abflug
Au revoir, meine Freunde, macht’s gut
Ich sag dem alten Leben Tschüss, Affe tot, Klappe zu.

Songtext: Au Revoir von Mark Forster

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Vani

Worten sollen Taten folgen…

…heißt es immer höchst euphorisch, wenn irgendwer zu irgendwas Neuem aufbricht.

Diesmal ist es andersrum. Nach meinem Gekläpper hier auf der
Tastatur die vergangenen zwei Tage habe ich so viele liebe Worte von Euch erhalten – unter anderem diese knuffige Karte von meiner Nachbarin.

Ich danke Euch dafür. Von Herzen.

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